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27.September 2018

BREXIT – Der Countdown bis zum 30. März 2019 läuft.

Aus den Bereichen: Im- und ExportUnternehmen

Am 30. März 2019 verlassen die Briten die Europäische Union. Es ist zur Zeit unklar, ob es eine Übergangsphase bis zum 31. Dezember 2020 geben wird, die die Briten im Europäischen Binnenmarkt hält. Es ist ebenso unklar, ob eine Einigung über einen geordneten Ausstieg erzielt werden kann.

Klar ist jedoch, dass Unternehmen sich auf Veränderungen einstellen müssen. Dies gilt insbesondere für den Warenverkehr. Mangels einer einvernehmlichen Regelung findet künftig der Handel zwischen Großbritannien und der EU lediglich nach den WTO Regeln statt.

Der Umfang der Vorbereitungen hängt von dem künftigen Engagement Ihres Unternehmens in Großbritannien sowie von der Unternehmensgröße und der Branche ab.

Stand heute wird sich der Handel mit dem Vereinigten Königreich nach Brexit wie mit anderen Drittstaaten gestalten. Entsprechend müssen Zollanmeldungen erstellt und ggfs. Ausfuhr bzw. Einfuhrgenehmigungen beantragt werden. Darüber hinaus können Zölle anfallen, die auch im Falle eines Freihandelsabkommens mit Großbritannien allenfalls reduziert werden.

Im Bereich der technischen Sicherheit bzw. hinsichtlich Kennzeichnungsbestimmungen bleibt es abzusehen, ob das Vereinigte Königreich ein abweichendes Regelwerk zu Produktnormen und Standards schafft, die neue Prüf- und Zertifizierungs-anforderungen erforderlich machen wird. Sofern Ihr Unternehmen CE-konforme Produkte im Vereinigten Königreich in Verkehr bringt ist zu prüfen, ob sich die Standards im Bereich Produktsicherheit im Vereinigten Königreich nach dem Brexit verändern.

Auch Registrierungen im Rahmen der REACH-Verordnung können nach dem Brexit  nicht mehr bei der Europäischen Chemikalienagentur mit Sitz in Großbritannien durchgeführt werden. Ihr Unternehmen muss also verstärkt auf die gültige REACH-Registrierung der dort registrierten Stoffe achten.

Solche Veränderungen können zu einer Verteuerung Ihrer Leistungsverpflichtung führen, wenn Sie Waren nach Großbritannien exportieren.

Wir empfehlen neue und laufende Verträge mit Blick auf die Risiken, die mit dem Brexit verbunden sind, sorgfältig zu überprüfen. Gerne leisten wir Ihnen Hilfestellung hierbei.

Linda Lewis LL.MBarrister (G.B.), Fachanwältin für internationales Wirtschaftsrecht