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09.März 2012

"Bring your own device" - was Unternehmen beim Einsatz privater Smartphones & Co. wissen sollten

Aus den Bereichen: Technologie

Neue technische Geräte machen es möglich: Arbeit und Freizeit, Berufliches und Privates vermischen sich immer mehr. Zunehmend bieten Arbeitnehmer und leitende Angestellte an, ihre privaten Smartphones oder Tablets auch dienstlich zu nutzen. Die harmlos klingende Bezeichnung dafür: "Bring your own device". Was auf den ersten Blick für Arbeitgeber interessant aussieht, wirft eine ganze Reihe von Fragen auf. An erster Stelle sind Sicherheitsaspekte zu nennen. Interne Daten, mitunter Unternehmensgeheimnisse gelangen so, meistens auch noch unkontrolliert, nach außen. Auch in rechtlicher Hinsicht ist das Nutzen privater Geräte im oder für das Unternehmen problematisch. Datenschutz- und fernmelderechtliche Fragen sind zu klären.  Wie soll man beispielsweise private und geschäftliche Daten sauber voneinander trennen? Erstere unterliegen dem Fernmeldegeheimnis. Sie darf der Arbeitgeber nicht speichern, ansehen oder löschen. Firmendaten unterliegen wiederum der Verschwiegenheitspflicht der Arbeitnehmer.  Dem Datenschutz unterliegen personenbezogene Kundendaten. Wer dagegen verstößt, riskiert Bußgeldern in fünf- bis sechsstelliger Höhe und Informationspflichten gegenüber den Geschädigten, also den betroffenen Kunden. Wer als Arbeitgeber die Nutzung privater Smartphones erlaubt, kann schnell zum Diensteanbieter nach Telekommunikations- und Telemediengesetz werden. Mit den entsprechenden rechtlichen Folgen. Wer sich davon nicht abschrecken lässt, der sollte Nutzungsregeln verabschieden und mit den Mitarbeitern eindeutige Vereinbarungen treffen. Auf technischer Ebene empfiehlt sich eine eine nachvollziehbare, systematische Administration und Wartung der Geräte. Besser ist es jedoch, wenn der Arbeitgeber die Geräte selbst anschafft und unter Vereinbarung entsprechender Nutzungsbestimmungen seinen Mitarbeitern überlässt.
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