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07.November 2019

Business Coaching für Gründer - Ein wichtiger Baustein für den Unternehmenserfolg

Aus den Bereichen: Unternehmen

Wenn Gründer eines Startups sich selbständig machen wollen, überlassen diese nichts dem Zufall. Juristische Fragen, wie beispielsweise welche Rechtsform das Unternehmen erhalten soll, wie ist mit Urheberrechten umzugehen oder was tun mit der Produkthaftung, werden akribisch hinterfragt. Genauso muss die Finanzierung für die Unternehmensidee stehen, die Krankenkasse informiert sein, eine Strategie gefunden und das Marketing für das Produkt ins Rollen gebracht werden. Kurz gesagt, die Hard Facts müssen stimmen.

Das ist auch gut so und aus juristischer und betriebswirtschaftlicher Sicht als unablässig zu bezeichnen. Spätestens, wenn der Geschäftsbetrieb jedoch dann angelaufen ist, ergeben sich plötzlich neue Fragen und Herausforderungen, mit denen die Gründer anfangs so nicht gerechnet haben. Die Praxis zeigt, dass die Reflexion über die eigene (Unternehmer-)Persönlichkeit bei Gründern zu kurz kommt und unterschätzt wird. Gemeint ist damit, das „Sich-Hinterfragen“ als Person und der Bewusstmachung, für was ich als Unternehmer stehe.

Schaut man auf die Zahlen für die Gründe des Scheiterns von Startups, dann zerbrechen einer CB Insight-Studie zufolge 23 % der Startups am falschen Team und 13 % wegen Unstimmigkeiten im Team. Immerhin werden 76 % der Startups von Teams gegründet. 9 % scheitern wiederum wegen der fehlenden Leidenschaft der Gründer für das Unternehmen und 8 % der Gründer erleiden ein Burn Out und müssen ihr Vorhaben aus gesundheitlichen Gründen aufgeben.

Verständlich wird das, wenn man sich die Altersstruktur der Gründer anschaut. Die größte Gruppe der Gründer eines Startups stellt mit 48 % die Altersschicht zwischen 25 und 34 Jahren. Das Durchschnittsalter von Gründern liegt somit bei 29 Jahren.

Im Zweifel haben sich die Gründer direkt von der Uni weg mit Kommilitonen, Freunden oder sogar mit Familienmitgliedern selbständig gemacht. Haben noch nie vorher eine Führungsposition innegehabt, ihre Rolle im Team oder als Arbeitgeber hinterfragt sowie sich Gedanken zur Außenwirkung des Unternehmens gemacht.

Hier kommt nun das Business Coaching ins Spiel. Dieses bietet dem Neugründer die Möglichkeit, durch die bewusste Auseinandersetzung mit der eigenen Persönlichkeit, zielgerichtet neue Soft Skills zu erlernen, dem Unternehmen damit ein geschärftes und nachhaltiges Profil zu geben und Mitarbeiter an das Unternehmen auf langfristig zu binden. Auch ist es Tatsache, dass Unternehmer mit ihren persönlichen Problemen immer alleine dastehen und sich niemanden anvertrauen wollen oder können. Im geschützten Raum des Business Coachings können Defizite aufgedeckt und durch das Finden von Ressourcen, Handlungsalternativen für den Gründer entwickelt werden. Denn die Grundhaltung im Coaching ist grundsätzlich, das der Coachee/Klient der eigene Experte in seinem Bereich ist.

In einer sich ständig durch die fortschreitende Globalisierung und Digitalisierung verändernden Welt, ist die Rückbesinnung auf Werte und damit die Schaffung von Identität in und Identifizierung mit einem Unternehmen von zentraler Bedeutung. Synonym hierfür ist der Begriff der Unternehmenskultur. Nicht zuletzt prägen die Gründer durch ihre Persönlichkeit in besonderem Maße die Unternehmenskultur. Studien zeigen, dass ein Drittel des Gewinns eines Unternehmens allein durch eine positive Unternehmenskultur erklärbar ist.

Deshalb sollten Gründer neben den Hard Facts auch die Entwicklung ihrer Unternehmerpersönlichkeit nicht dem Zufall überlassen und sich Unterstützung zur professionellen Selbstreflexion holen. Die Kosten hierfür werden sich schnell wieder durch eine Umsatzsteigerung amortisiert haben.