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20.November 2012

Der Weinvorrat ist im Fall der Scheidung nicht unbedingt zwischen den ehemaligen Eheleuten aufzuteilenden ehemaligen Eheleuten aufzuteilen

Nach einer Entscheidung des Familiengerichts München ist ein Weinvorrat kein Haushaltsgegenstand und deshalb im Fall der Scheidung auch nicht zwischen den Eheleuten hälftig aufzuteilen, wenn sich lediglich ein Ehegatte um die Anschaffung, Bewirtschaftung und Pflege der Weine gekümmert hat und überwachte, zu welchem Zeitpunkt ein Konsum am besten infrage kam. In einem solchen Fall stelle sich die Pflege des Weinkellers ausschließlich als Hobby eines Ehegatten dar. Der Weinvorrat sei deshalb nicht als Haushaltsgegenstand anzusehen. Es fehle auch an einem gemeinschaftlichen Eigentum der Eheleute. Eine Zuteilung auch nur der Hälfte des Weinvorrats in das Alleineigentum des anderen Ehegatten komme nicht in Betracht. Es sei allenfalls vorstellbar, dass eine Wertsteigerung des Weinvorrats über das Güterrecht auszugleichen sei. (AG München, Urt. v. 3.12.2010, 566 F 881/08)