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26.Februar 2018

DSGVO verändert WHOIS-Abfrage bei der DeNIC

Aus den Bereichen: DatenschutzgrundverordnungUnternehmenTechnologie

Die durch die Datenschutzgrundverordnung der EU (EU-DSGVO) notwendigen Veränderungen machen auch vor der WHOIS-Abfrage bei der DeNIC e.G. nicht halt. Bislang war es möglich, über das Portal der DeNIC die Kontaktdaten eines Domaininhabers unterhalb der Toplevel-Domain (TLD) .de abzufragen. In einem ersten Schritt wurde die WHOIS-Abfrage nun von einem berechtigten Interesse des Abfragenden abhängig gemacht. Ein berechtigtes Interesse soll vorliegen, wenn man eine Selbstauskunft einholen möchte, wenn man die Domain für rechtlich problematisch hält (z. B. weil sie möglicherweise ein Namens- oder Kennzeichenrecht verletzt), weil man die Nutzung der Domain für rechtlich problematisch hält (z. B. wegen des Inhalts der darunter aufrufbaren Website), wenn man als Strafverfolgungs- oder Steuerbehörde Ermittlungen führt, wenn man sich versichern möchte, wer hinter der Website steht, die unter der Domain aufgerufen werden kann (z. B. bei einem Online-Shop) oder wenn man sich aus geschäftlichen Zwecken über den Domaininhaber informieren möchten (z. B. Domainhandel). Ein Feld „Sonstiges“ ermöglicht die Darlegung weiterer Gründe.

Die DeNIC plant, künftig auch den Umfang der Datenauskunft zu reduzieren. Während bisher neben dem Domaininhaber auch ein administrativer (Admin-C) und technischer Kontakt (Tech-C), sowie ein Zonen-Verwalter angegeben werden müssen, sollen in Zukunft nur noch die Daten des Domaininhabers erfasst, aber nicht beauskunftet werden. An Stelle dessen erhält man Auskunft über einen sogenannten „Operational Contact”, einen namentlich nicht genannten, generellen Kontakt, über welchen ein eventueller Missbrauch beim Provider gemeldet werden kann. Die Daten des Domaininhabers werden künftig nur nach individueller Prüfung herausgegeben.