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09.Juni 2015

EU: Obligatorische Zertifizierung für Importeure von Mineralien aus Konfliktregionen

Aus den Bereichen: Unternehmen

Auf die europäischen Importeure von Konfliktmineralien kommt eine verpflichtende Zertifizierung zu. Der Ausschuss für internationalen Handel im Europäischen Parlament hat einem Gesetzesentwurf zugestimmt. Ziel dieser Gesetzgebung, die das EU-Parlament bereits seit Jahren fordert, ist die Verbindung zwischen Bergbau und Handel von Konfliktmineralien und der Finanzierung illegaler militärischer Gruppen in diesen Regionen zu kappen Das Plenum des EU-Parlaments wird im Mai über den Gesetzentwurf abstimmen. Vorausgegangen ist der europäischen Diskussion der US-amerikanische Dodd-Frank-Act. Demnach müssen amerikanische Unternehmen, die an der US-Börse gelistet sind, jährlich aufführen, ob ihre Produkte Konfliktmineralien enthalten. Damit wird die ganze Lieferkette vom Endpunkt her geprüft, was in den Unternehmen einen immensen Aufwand erzeugt. Der Dodd-Frank Act adressiert die Region der Großen Seen. Dazu zählen Ruanda, Burundi, Uganda, Teile der Demokratischen Republik Kongo, Tansania und Kenia. Der EU-Entwurf ist, anders als der Dodd-Frank-Act, auf globale Konfliktregionen ausgerichtet. Besonders betroffen ist die Elektronikindustrie, gefolgt von der chemischen Industrie. In jeder Leiterplatte stecken Minerale, die aus der Konfliktregion kommen können, gleiches gilt für Zinn in Displays. Tantal kommt aufgrund seines hohen Schmelzpunktes und seiner Lieferfähigkeit insbesondere in der Herstellung von Kondensatoren in der Fahrzeugelektronik zum Einsatz. Eine Vielzahl elektronischer Geräte wie Mobiltelefone enthalten Gold in sehr geringen Mengen.

Mann mit Handy und Illustration von verschiedenen Apps