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19.März 2012

Finger weg von gekauften Kundenbewertungen

Aus den Bereichen: Technologie

Gute Bewertungen oder hohe "Gefällt mir"-Zahlen können bares Geld wert sein. Was andere zufriedenstellt, wird eher gekauft als ein Produkt ohne oder mit negativen Bewertungen. Dabei gilt: je mehr, desto besser.  Wo es ums Geld geht, ist die Gefahr groß, dass nachgeholfen wird. Wer sich aber überlegt, Kunden Rabatte gegen gute Bewertungen zu geben, riskiert eine Abmahnung. Nach Auffassung des Oberlandesgerichts Hamm (Az. I-4 U 136/10) ist das ein Verstoß gegen das Wettbewerbsrecht. Bezahlte Gefälligkeitsbewertungen, so die Richter, stellen eine Irreführung im Sinne des Wettbewerbsrechts dar und sind nur erlaubt, wenn auf dem Bewertungsportal ausdrücklich auf den Gefälligkeitscharakter hingewiesen wird. Im Streitfall war das - wie in der Praxis regelmäßig - nicht geschehen. Das Gericht stufte deshalb einen Newsletter als rechtswidrig ein, in dem ein Internethändler mit Sonderrabatten von bis zu 25 Prozent geworben hatte, wenn Kunden ihn positiv bewerten.
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