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19.August 2013

Golf-Profi kann Verbreitung von Pop Art-Porträt untersagen

Aus den Bereichen: Technologie

Ein prominenter Sportler muss die unautorisierte Verbreitung verfremdeter Porträtfotos mit seinem Konterfei nicht hinnehmen. Der 20. Zivilsenat des Oberlandesgerichts Düsseldorf hat kürzlich entschieden, dass der Beklagte die Bilder weder über seine Homepage noch über eine Internetauktionsplattform zum Verkauf anbieten darf.  Die streitgegenständlichen Bilder zeigten eine im Pop-Art-Stil überarbeitete Fotografie des Golf-Profis Martin Kaymer. Das Gericht folgte der Argumentation des Beklagten nicht, wonach die Verbreitung der Porträts dem höheren Interesse der Kunst und zudem dem Informationsinteresse der Allgemeinheit dienen sollte. Stattdessen sah es in der Verbreitung einen Verstoß gegen das Recht des Sportlers am eigenen Bild und verurteilte den Beklagten zu Unterlassung und Schadensersatz.  Da bei den Bildern der dekorative Charakter im Vordergrund stehe, sei ein höheres und überwiegendes Interesse der Kunst nicht feststellbar. Die Bilder wiesen zudem keinen über rein handwerkliches Können hinaus gehenden künstlerischen Gehalt auf. Auch komme ihnen lediglich ein sehr geringer Informationswert für die Allgemeinheit zu. Vorrangig dienten sie den kommerziellen Interessen des Beklagten, weshalb das Recht des Klägers, selbst über die Verwendung von Bildnissen seiner Person zu bestimmen, vorrangig sei.   Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Zur Pressemitteilung des OLG Düsseldorf. 
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