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20.November 2012

Kapitalerträge aus nach einer Scheidung geerbten Vermögen bleiben bei der Ermittlung des nachehelichen Unterhalts grundsätzlich unberücksichtigt

Erbt ein Ehegatte nach der Scheidung Vermögen, aus dem er Kapitalerträge erzielt, können diese Einkünfte regelmäßig die ehelichen Lebensverhältnisse während des Zusammenlebens der Ehegatten noch nicht beeinflusst haben. Die Eheleute konnten deshalb ihren Lebensstandard auch nicht unter Einbeziehung dieser Einkünfte gestalten. Die Erträge aus dem nach der Scheidung geerbten Vermögen bleiben deshalb auch bei der Berechnung des nachehelichen Ehegattenunterhalts unberücksichtigt. (BGH, Urt. v. 11.7.2012, XII ZR 72/10)