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02.Juli 2015

OLG Schleswig zur Verkäuferhaftung bei fehlerhaften Angaben im Energieausweis

Aus den Bereichen: Immobilie

In einem Urteil vom 13.03.2015 hat das OLG Schleswig entschieden, dass die bloße Aushändigung eines Energieausweises an einen Grundstückskäufer weder eine entsprechende Einstandserklärung des Verkäufers noch eine Beschaffenheitsvereinbarung im Sinne des § 434 BGB darstellt. Dies wiederum hat zur Folge, dass fehlerhafte Angaben in einem Energieausweis regelmäßig keine Verkäuferhaftung zur Folge haben. Zur Begründung verweist das OLG Schleswig auf den nur informatorischen Charakter des Energieausweises, dessen Angaben der Verkäufer mangels Fachkunde in aller Regel kaum überprüfen kann. Das Haftungsrisiko des Verkäufers wäre kaum überschaubar, wenn man ihm bei dieser Sachlage ohne Weiteres die Gewährleistung für die Richtigkeit der Angaben im Energieausweis überbürden wolle. Schon die Lebenswahrscheinlichkeit spreche daher nicht für einen derartigen Haftungswillen.
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